Die Junge Union Saar weist die Forderung von Fridays for Future Saarland nach einer sofortigen Streichung der Fluglinie Saarbrücken – Berlin deutlich zurück. „Radikale Forderungen sind zwar medienwirksam, aber in der Sache meistens nicht haltbar, so auch dieser Vorstoß von Fridays for Future“ stellt Alexander Zeyer MdL, Landesvorsitzender der Jungen Union Saar fest.

Fridays for Future Saarland hatte jüngst gefordert, die Fluglinie Saarbrücken-Berlin mit sofortiger Wirkung einzustellen. Anlass waren die aktuellen Verkehrszahlen der Verbindung, wonach die angestrebte Auslastung der Flüge in 2018 nicht vollständig erreicht wurde.

Alexander Zeyer weiter: „Für uns als Junge Union ist es ein erklärtes Ziel, den Bahnverkehr gegenüber anderen Fortbewegungsmitteln deutlich attraktiver zu machen. Inlandsflüge am Standort Ensheim jetzt einfach zu streichen, hätte aber allerhöchstens einen Verdrängungseffekt, sodass diejenigen, die auf die Flugverbindung (insbesondere aus beruflichen Gründen) angewiesen sind, auf die benachbarten Flughäfen in Luxemburg, Frankfurt oder Mannheim ausweichen würden. Für den Klimaschutz wäre dadurch nichts gewonnen. Erschwerend kämen die wirtschaftlichen Faktoren hinzu, nicht nur für die Mitarbeiter des Flughafens, sondern für den gesamten Standort Saarland wäre eine Streichung der Verbindung nach Berlin ein Nachteil!“

Statt Verboten setzt die Junge Union Saar vor allem auf das Engagement und das Bewusstsein der Menschen, selbst für den Klimaschutz tätig zu werden.

„Klimaschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der die Politik die richtigen Rahmenbedingungen setzen muss. Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien und dem Kohleausstieg sind hier wichtige Wegmarken bereits festgelegt worden. Klimaschutz beginnt aber auch bei jedem Einzelnen, deswegen werden wir jetzt mit unserer Kampagne „10.000 Bäume für das Saarland“ ein deutliches Zeichen für aktiven Klimaschutz im Saarland setzen“ so Alexander Zeyer abschließend.